Die Frage klingt poetisch, hat aber eine ziemlich genaue Antwort. Der Himmel folgt festen Regeln: Die Erde dreht sich, sie umkreist die Sonne, der Mond umkreist die Erde, die Planeten ziehen ihre Bahnen. Kennt man Datum, Uhrzeit und Ort, lässt sich berechnen, wie der Himmel in diesem Moment aussah. Hier erklären wir, wovon das Bild abhängt und wie wir es für ein Skymoment-Poster berechnen.
Drei Angaben bestimmen den Himmel
Der Ort: welche Sterne überhaupt zu sehen sind
Die geografische Breite entscheidet, welcher Teil des Himmels über dem Horizont liegt. Von Deutschland aus stehen der Große Wagen und Kassiopeia das ganze Jahr über dem Horizont, sie gehen nie unter. Das Kreuz des Südens dagegen ist von hier aus nie zu sehen, in Australien steht es hoch am Himmel. Wer in Hamburg geboren ist, hatte also einen anderen Himmel über sich als ein Kind, das in derselben Minute in Sydney zur Welt kam.
Das Datum: welche Sternbilder nachts dran sind
Die Erde umrundet die Sonne einmal im Jahr. Dadurch stehen dieselben Sterne jeden Abend etwa vier Minuten früher am selben Platz, im Laufe eines Monats sind das rund zwei Stunden. Deshalb gibt es Wintersternbilder wie Orion und Sommersternbilder wie das Sommerdreieck aus Wega, Deneb und Altair. Wer im Januar geboren ist, hatte abends einen anderen Himmel über sich als ein Julikind.
Die Uhrzeit: wie der Himmel gedreht war
Weil sich die Erde in knapp 24 Stunden einmal um sich selbst dreht, scheint der Himmel um ungefähr 15 Grad pro Stunde zu wandern. Im Osten gehen Sterne auf, im Westen unter. Darum ist die Uhrzeit für eine Sternenkarte so wichtig: Zwei Kinder, die am selben Tag am selben Ort geboren sind, haben bei einigen Stunden Abstand einen sichtbar anderen Himmel.
Sterne, Planeten und Mond bewegen sich unterschiedlich
Die Sterne: für ein Menschenleben praktisch fest
Sterne bewegen sich zwar durch die Milchstraße, sind aber so weit entfernt, dass sich ihre Positionen zueinander über Jahrzehnte kaum merklich ändern. Auch die langsame Taumelbewegung der Erdachse, die Präzession, verschiebt den Himmel nur um etwa ein Grad in rund 72 Jahren. Für ein Poster fällt das nicht ins Gewicht. Die Sternbilder sahen bei deiner Geburt also so aus wie heute, nur ihre Lage am Himmel hing von Ort, Datum und Uhrzeit ab.
Die Planeten: Wanderer vor den Sternen
Planeten heißen nicht umsonst „Wandelsterne“. Sie bewegen sich vor dem Hintergrund der Sterne, mal schneller, mal langsamer. Mit bloßem Auge gut zu sehen sind Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Venus und Merkur stehen am Himmel immer relativ nah bei der Sonne, darum sieht man sie nur am Abend- oder Morgenhimmel. Venus ist deshalb als Abend- oder Morgenstern bekannt. Jupiter und Saturn wandern langsam: Jupiter braucht knapp 12 Jahre für einen Umlauf durch die Tierkreissternbilder, Saturn fast 30 Jahre.
Auf deinem Poster heben wir den hellsten der vier Planeten Venus, Jupiter, Mars und Saturn hervor, wenn er zu diesem Zeitpunkt mindestens wenige Grad über dem Horizont stand. Merkur lassen wir weg, weil er meist tief in der Dämmerung steht und selten auffällt.
Der Mond: schnell und wandelbar
Der Mond wandert pro Tag um etwa 13 Grad vor den Sternen weiter und durchläuft in rund 29,5 Tagen alle Phasen. Er kann zu deiner Geburtszeit über oder unter dem Horizont gestanden haben. Wie du die Mondphase deines Geburtstags herausfindest, erklären wir in Mondphase am Geburtstag herausfinden.
Und wenn ich am Tag geboren bin?
Dann standen die Sterne genauso über dir, nur hat das Sonnenlicht sie überstrahlt. Eine Sternenkarte zeigt diesen Himmel trotzdem. Auf unseren Postern erzählt der Text in diesem Fall ehrlich, dass die Sonne schien, und nennt die Uhrzeit des Sonnenaufgangs an diesem Tag.
So berechnen wir den Himmel für dein Poster
- Zeit: Deine Ortszeit wird in Weltzeit umgerechnet, inklusive Sommerzeit, sofern sie damals galt.
- Positionen: Sonne, Mond und Planeten berechnen wir mit der quelloffenen Bibliothek astronomy-engine. Die Sterne stammen aus einem Katalog der hellsten benannten Sterne. Für jeden Stern wird bestimmt, wie hoch und in welcher Himmelsrichtung er stand.
- Darstellung: Die Mitte des Kreises ist der Punkt direkt über dir, der Rand ist der Horizont. Sterne unter dem Horizont werden nicht gezeigt. Linien verbinden die Sterne bekannter Sternbilder. Die feinen, blassen Pünktchen im Hintergrund sind ein gestalterisches Element und keine berechneten Sterne.
- Wetter: Liegen für Ort und Zeitpunkt historische Wetterdaten vor (Quelle: Open-Meteo), fließen Temperatur und Wetterlage in den Text ein.
Was im Generator zu sehen ist, ist auch das, was gedruckt wird. Den Unterschied zwischen einer solchen Karte, einem Sternbild und einer „Sterntaufe“ erklären wir in Sternenkarte, Sternbild, Sterntaufe.
Den Himmel deiner Geburt berechnen
Häufige Fragen
Hätte ich die Sterne auf der Karte damals wirklich sehen können?
Sie standen dort. Ob sie zu sehen waren, hing von Dunkelheit, Wolken und Lichtverschmutzung ab. In einer Großstadt sieht man auch in klaren Nächten nur die hellsten.
Warum sieht der Himmel auf der Karte anders aus als auf einer drehbaren Sternkarte?
Drehbare Sternkarten zeigen meist mehr und lichtschwächere Sterne. Unsere Karte beschränkt sich auf die hellen, benannten Sterne, damit das Bild klar und ruhig bleibt.
Spielt die Zeitzone eine Rolle?
Ja. Wir rechnen in der Ortszeit des gewählten Ortes. Gib also die Uhrzeit an, die damals vor Ort auf der Uhr stand.